vegankids.de: vegane Kinder
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Gedanken

Unabhängige Ärzte und ihre Langzeitstudien haben offenbart, dass vegane Ernährung für Kinder unbedenklich ist.

Der Umstand, daß wir täglich genug Leid und Blutvergiessen auf diesem Planeten haben, sollte eigentlich schon als Argument für eine vegane Erziehung reichen.

Doch es gibt wesentlich mehr, was dafür spricht. Die Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen.

Sollten wir sie in ein System einfügen, welches global gesehen ein Ungleichgewicht zwischen der zweiten und der dritten Welt aufrechterhält?

Sollen wir ihnen vorgaukeln, dass es normal ist, dass für ein paar Gramm Rindfleisch Berge von pflanzlicher Nahrung verschwendet werden, welche in der dritten Welt ganze Familien ernähren könnten? Sollen wir die Tierleidindustrie weiterhin für ihre Werbung Kinder missbrauchen lassen, welche weder über die Umstände der Massentierhaltung, noch über die gesundheitlichen Gefahren wie Darmkrebs, Laktose-Intoleranz, Brustkrebs, Gefässverfettung u.v.m. aufgeklärt werden? Sollen wir ihnen weiterhin den Speziesismus einimpfen, der besagt, dass es böse ist, Hunde zu essen, aber ganz okee, wenn man Schweine isst?

Eltern schauen mit ihren Kindern Tierfilme, in denen die manipulierten Akteure "spannende Abenteuer" erleben, die Kinder schliessen die Hauptdarsteller in ihr Herz, bangen mit ihnen, und wenn nach dem "Happy End" der Abspann läuft, geht man mit den Kleinen zu Mac Donalds. Zerstückelte Hühnerleichen aus Massentierhaltung heißen dort "Chicken Mac Nuggets". Lustige Namen, die suggerieren, es gäbe nichts schöneres für ein Huhn, als so zu enden.

Seit ich von der Großstadt in ländliche Gefilde zog, lerne ich immerwieder Menschen kennen, die als Kind auf einem Bauerhof das Schlachten von Tieren live und ungeschnitten miterlebten. Diese Menschen bleiben stur auf ihrem Standpunkt, die Regeln von damals gelten auch für heute, und auch in ferner Zukunft wird es so sein, wie es schon immer war. Wie haben wir bloss die Inquisition, die Sklaverei und den Holokaust überwunden, wenn das Umdenken für so viele Menschen undenkbar ist? Können und sollen wir unser gestörtes Verhältnis gegenüber nichtmenschlichen Tieren im Kontext einer antiquierten Schweinebauernmentalität den kommenden Generationen vererben? Die erste bemannte Marsmission steht in ihren Startlöchern und wir haben noch immer nicht gelernt, ohne Tiere auf eigenen Beinen zu stehen, obwohl sämtliche Alternativen für Tierleidprodukte längst erforscht und als sinnvoll erachtet wurden. Schuld an dieser Stagnation ist nicht nur die Tierleidindustrie und ihre schönfärbende Werbung, sondern auch eine ganze Generation von Konsumenten, die sich ganz bewusst dümmer anstellt, als sie ist. Immerwieder drehe ich mich in Diskussionen mit vermeintlich vernunftbegabten Volljährigen im Kreis, komme einen Schritt voran und gehe zwei zurück, weil Bequemlichkeit und Verwöhntsein mehr wiegen, als Ethik und Verstand.

Es ist schon recht peinlich, wie unverhohlen sich viele Menschen selbst belügen oder gar aggressiv werden, wenn man sie dabei entlarvt. Ich habe ehrlich gesagt Angst, dass sich eine weitere Generation in diese "Tradition der Stagnation" einreiht, bis die Rinder uns auch das allerletzte Bisschen Ozon aus der Atmosphäre weggefurzt haben. Eine weitere Generation, die meint, Leistungsgesellschaft und Tierleidfastfood gehören untrennbar zusammen...

Ich wünsche mir nicht, dass die Aufklärung dieser Generation aus Besichtigungen diverser Tierleidinstitutionen besteht. Viele Kinder würden dann zwar ganz von selbst vegan werden, aber die psychischen Schäden durch das Erlebte in Schlachthäusern sind kaum abzuschätzen. Ich wünsche mir, dass diese Institutionen verschwinden, weil kein Bedarf mehr besteht. Dies zu erreichen liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Erziehungsberechtigten.

Ich habe meinem Patenneffen klargemacht, daß es keine Eier gibt, ohne dass millionen männlicher Küken geschreddert werden, daß Milch und Kälbermord zusammengehören, daß auch Ökokühe meist nur 4 Jahre alt werden und ich habe ihm Bilder von "fixierten" Säuen gezeigt...

Die Kinder von heute sind die Killer und Darmkrebspatienten von morgen (oder auch nicht).

Es liegt in unserer Hand.

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von Schlunz (Datum: 20. November 2004)
Freitag, 18. Mai 2012