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Veganmamas Schwangerschaft

Hast Du Dich schon vor der Schwangerschaft vegan ernährt? Wenn ja, wie lange und aus welchen Gründen?

Ja, seit zwei Jahren, vorher zehn Jahre vegetarisch. Tierliebe.

Wurdest Du währen der Schwangerschaft von einem Gynäkologen (und/oder einer Hebamme) betreut?

Ja, im Geburtshaus --> sehr empfehlenswert, waren offen für alternative Heilmethoden, Ernährung, Nicht-Impfen etc.

Hast Du sie/ihn informiert, dass Du vegan lebst? Wenn ja, wie reagierte er/sie darauf? (Fühltest Du Dich gut beraten?)

Ich hab das immer dazu gesagt, die Leute mußten mir meine Argumente abnehmen --> eigene Unkenntnis ;)

Wie reagierte Dein Umfeld (Freunde, Familie, Arbeitskollegen) auf Dich als "vegane Schwangere"?

Weiß ich nicht mehr ;) Meine Eltern waren etwas besorgt (verging mit der Zeit), meine veganen Freunde fandens toll. Da ich jung war (21 in der Schwascha), konnten gleichaltrige Omnis nix dazu sagen --> mangelnde Erfahrungen. Und unreflektierte Meinungen von Otto Normalverbraucher habe ich erfolgreich ignoriert ;)

Hast Du einen Geburtsvorbereitungskurs besucht?

Ja, Bauchtanz für Schwangere und den Standard-Geburtsvorbereitungskurs des Geburtshauses

Hast Du während der Schwangerschaft Nahrungsergänzungsmittel eingenommen? Wenn ja, welche (alles von jodiertem Speisesalz über Folsäure bis zu B12?

Jod nicht --> Vergiftungsgefahr für Embryo und Fötus (bei Bedarf Literaturtips) Spirulina und Floradix Kräuterblut (damals noch vegan). Spirulina würde ich heute nicht mehr nehmen, wenn überhaupt was, dann lieber vegane B-Komplex-Tabletten (B1, 2, 6, 12, Folsäure, Vitamin C und Niacin)

Hast Du Dich intensiver mit gesunder Ernährung beschäftigt als vor der Schwangerschaft (auch für Kinder)?

Ganz klares Ja. Mit der Schwascha wurde ich biovegan, legte viel mehr Wert auf wertvolles Essen als vorher. Viel ausprobiert, gut gegessen, Rezeptbücher gekauft, vegane-Kinderernährungs-Bücher

Welche Beschwerden hattest Du in der Schwangerschaft?

Im Grunde genommen keine. Außer Übelkeit (war in Mexiko vom 3. bis 6. Monat --> Höhenlage, schlechte Luft, behandelte Lebensmittel).

Gab es Probleme mit einem Nährstoffmangel? Wenn ja, war dieser auf die vegane Ernährung zurückzuführen?

Keine Probleme, Blutwerte zweimal getestet, normaler niedriger Transport-Eisen-Wert.

Wo hast Du entbunden (Krankenhaus, Geburtshaus, Hausgeburt)?

Ursprünglich geplant war Geburtshaus, für die letzte halbe Stunde bin ich dann doch noch (leider im Nachhinein) ins Krankenhaus gefahren, dort großes Glück und ne alternative Hebamme am Start ;)

Gab es bei der Geburt Probleme, war das Kind normal entwickelt?

Alles ganz normal, Geburt hat einfach lange gedauert (Blasensprung bis Geburt 25 Stunden, war aber erst die letzten sechs Stunden anstrengend).

Fühltest Du Dich am Geburtsort gut betreut und aufgehoben?

Bin nach dem ersten Wasserlassen aus der Klinik verduftet, wollte unbedingt nach Hause (war ja der ursprüngliche Plan gewesen) Krankenhaus war dann doch noch scheiße, weil die Frühschicht-Schwester sehr unsensibel mit mir umgegangen ist. Sollte ich noch mal ein Kind kriegen (Gott bewahre ;) ) bleibe ich 100%ig im Geburtshaus.

Bekam Dein Kind nach der Geburt Medikamente, wenn ja, welche?

Aconit C 30 gegen den Geburtsschock und am nächsten Tag Arnica C 30 --> Nabelschnur-Wundheilung

Falls Du im Krankenhaus entbunden hast und noch stationär aufgenommen wurdest: wie reagierten Pflegepersonal und Ärzte darauf, daß Du vegan lebst?

War uninteressant, bin ja nur bis morgens um halb neun geblieben.

Gab es nach der Geburt des Kindes Kritik/Zweifel aus Deinem Umfeld wegen Deiner veganen Ernährung?

Keine wesentlichen. Kraß war, dass durch eine Bleiüberbelastung unseres Trinkwassers die Nährstoffaufnahme meiner Tochter ziemlich blockiert war, als ich das endlich gecheckt habe, dass es am Wasser liegt, und umstellte, blühte sie zusehends auf.

Falls Dir noch etwas einfällt, was Du anderen veganen Schwangeren mit auf ihren Weg geben möchtest, Du weitere Tips für sie hast, kannst Du das hier tun.

Nicht verrückt machen lassen, cool bleiben und selbstsicher die eigenen Argumente vertreten. Außerdem viel Spaß :)

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von vegankids.de (Datum: 27. Oktober 2005)
Freitag, 18. Mai 2012